Modemarken – die heimlichen Sponsoren der Filme

Modemarken – die heimlichen Sponsoren der Filme

Dez 15

Product Placement war vor einigen Jahren noch verpönt und sorgte hier und da sogar für Skandale, dabei ist der Einbau von Marken in Filmproduktionen seit ewigen Zeiten gang und gäbe und lässt sich ohnehin nicht vermeiden. Wo Produkte gezeigt werden – in jedem Film unumgänglich – wird man auch eine Marke erkennen.
Die 1977 gegründete Firma Sportswear hat zeitig auf den Einsatz ihrer Produkte in Filmen gesetzt, wobei man sich von vornherein mit den Großen der Branche verbündete und auf Leinwandhits setzte – wie den 1986 erschienenen Film “Alien” von James Cameron mit der Hauptdarstellerin Sigorney Weaver. Interessanterweise beförderte der Erfolg des Films wiederum den Verkauf von Sportswear – Artikeln, zum Beispiel des T-Shirts “AlienIII”, eine klassische win-win-Situation also. Die Zusammenhänge gehen jedoch noch tiefer.

Denn Mode von Sportswear steht, wie jede Kleidung, natürlich für ein bestimmtes Geschlechterbild, die gender representation, und genau darum geht es auch im Film “Alien”. Das Zeichensystem Mode wird genutzt, um Geschlechterbilder, aber auch Geschlechterdifferenzen darzustellen. Der Film, in welchem Soldatinnen eine überragende Rolle spielen, löste immerhin eine Feminismus-Diskussion aus.

Die Kosten für das Product Placement sind schwer zu ermitteln, da in jedem Film stets verschiedene Marken promoted werden. Beim James-Bond-Film “Stirb an einem anderen Tag” wurden allein durch Product Placement 120 Millionen Dollar Einnahmen generiert. Die Sportswear – Marken Nike und Reebok tauchen jedenfalls in vielen Filmen auf, auch in Trailern mit Bushido (Nike-T-Shirt) oder in Dokumentarfilmen wie Dirty Money.

Dabei wird beim Einsatz der Marke im Film nichts dem Zufall überlassen. Es reicht schließlich nicht, dass die Produkte irgendwie gezeigt werden – auf den Kontext kommt es an, auf die Identifizierung des Zuschauers mit bestimmten Werten, die durch die Filmhandlung transportiert werden und sich auf den gezeigten Artikel übertragen. Firmen wie Sportswear haben daher einen Head of Film Placement installiert, der das Product Placement überwacht. Ein US-Branchenverband schätzt, dass pro Jahr mehr als 300 Millionen Dollar an Hollywood-Studios bezahlt werden, damit Produkte an der richtigen Stelle im Film auftauchen.

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